Projekttage: Kultur und Bildung

Wenn Menschen miteinander reden und sich aufeinander einlassen, ermöglicht das gegenseitige Achtung und Respekt. Kontakte zu vermeintlich Fremden sind wichtig, um Vorurteile abzubauen.

Viele Menschen wissen kaum etwas über den Kontinent Afrika. Kofi und Abena Asamoah geben Einblicke in das Leben der Menschen Ghanas aus erster Hand: wie eine Familie zusammenlebt, wie ein typischer Tagesablauf ghanaischer Kinder und Jugendlicher aussieht, was sie in ihrer Freizeit unternehmen und vieles mehr.

Mit dabei haben sie Bilder, typische Alltagsgegenstände und viele Geschichten von und über die Bewohner Afrikas.

Mit großem persönlichem Engagement, viel Begeisterungsvermögen und durch die aktive Einbindung der Teilnehmer entsteht ein intensives Gemeinschaftsgefühl und -erlebnis, welches nachhaltig in Erinnerung bleibt.

Häufig hören wir von Kindern und Jugendlichen, dass sie die Vorstellung haben, die Menschen lebten alle in Lehmhäusern, würden weder Fernseher noch Autos kennen.

Elisabeth Abena Asamoah macht den Geschmack und die Gerüche Ghanas sinnlich erlebbar mit Gerichten wie Jollof-Reis oder Donuts. Anhand der  Tradition des Haareflechtens, dem Erstellen von Glasperlenschmuck und der Kunst des Batikens gibt Abena spannende Einblicke in das Leben der Frauen Ghanas.

Wenn Mark Kofi Asamaoh dann noch seine Instrumente auspackt und alle zusammen trommeln, tanzen und singen, spüren die Kinder und Jugendlichen den Rhythmus Afrikas im eigenen Herzen.

Berlin, September 2019:  Musikwelten-Festival „Am Ohr der Welt“. © Daniela Incoronato

Berlin, September 2019:  Musikwelten-Festival „Am Ohr der Welt“. © Daniela Incoronato

Berlin, September 2017:  Musikwelten-Festival „Am Ohr der Welt“. © Th. Grapka

Projekttage für Kinder und Jugendliche mit Kofi Asamoah

Ich führe die Kinder mit vielen Mit-Mach-Aktionen und Experimenten an die Entdeckung ihrer musischen Kreativität und das Erleben von Kreativität als ein Wohlfühlfaktor heran. Eingestiegen wird mit facettenreichen Aktionen, mit denen selbst erlebt werden kann, wie erfindungsreich Gleichaltrige in Ghana sind. Ziel: die eigene Phantasie und Gestaltungskraft der Teilnehmer anregen.

Eignung: Kinder zwischen 6 und 16 Jahren, mit und ohne Englischkenntnisse

Wo Ghana liegt, zeigt ein Blick auf die Landkarte. Kaum jemand kann sich jedoch vorstellen, dass dieses Land Heimat mehrerer Völker mit verschiedenen Sprachen ist, deren Angehörige sich oft über eine Drittsprache wie Englisch miteinander verständigen.

Im Workshop erläutern Asamoahs wie die Namen für Neugeborene gefunden werden, wie das Zusammenleben der Familien abläuft, was ghanaische Kinder und Jugendliche über den Tag machen, was und wie sie in ihrer Freizeit verbringen und vieles mehr..

Eignung: Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren, mit und ohne Englischkenntnisse, ca. 20 Personen

Ghana gehört zu den wichtigsten Kakaoproduzenten der Erde. Der Workshop zeigt, wie die Kakaoproduktion das Leben einer Familie prägt. Der Arbeitsalltag einer Plantage wird sichtbar, die Teilnehmer können zudem mit praktischen Übungen die Wirkung des Weltmarktes erleben und Einblicke gewinnen, warum und wie der Faire Handel eine realistische Perspektive auch für afrikanische Familienbetriebe sein kann. Neben historischen und ökonomischen Aspekten rückt der Referent auch die praktische Verwendung des Kakaos in den Mittelpunkt seiner mit vielen Übungen arbeitenden Veranstaltung.

Eignung: Jugendliche ab 14 Jahren mit und ohne Englischkenntnisse, bis ca. 30 Personen

In Ghana herrscht Glaubensfreiheit. Durch den Einfluss der Missionare sind fast 66%der Menschen Christen, 16% sind Muslime und 23% Anhänger von Naturreligionen. Die Teilnehmer erfahren etwas darüber, wie das Alltagsleben der Menschen durch ihren Glauben geprägt ist und wie sie miteinander leben.

Eignung: Klasse 7 bis 12, Erwachsene

Für wen möchtest du sterben? Eine Frage, die in Deutschland niemand so stellen würde. Die Sicht auf das Sterben und den Tod unterscheidet sich von den europäischen Vorstellungen. Was ist anders? Warum haben ghanaische Familien viele Kinder?

Die Nachricht, dass ein Mensch gestorben ist, verbreitet sich in Ghana rasch. Die Begräbnisfeier ist oft eine glanzvolle Angelegenheit. Es wird getrommelt, gesungen und getanzt.

Eignung: Kl. 10-13, Gymnasien und Berufsschulen und Erwachsene

Moderne Häuser und Villen wirken wie ein Magnet auf die Ghanaer/-innen. Bevölkerungs- und Städtewachstum sind der Grund für das Verschwinden der Felder, der Regenwälder und vieler Tiere. Es entstehen Wohnhäuser, Läden und Betriebe. Immer mehr Bauern verlieren ihr Land und ihr Einkommen. Sie können keine Lebensmittel mehr anbauen, gehen in die Städte und finden dort oft keine Arbeit. Die meisten siedeln sich in Slums an.

Gespräche, Vortrag, Sketche, Spiele und ein Quiz zeigen den Wandel des Alltags in Accra und warum Lebensträume platzen

Projekttage für Kinder und Jugendliche mit Abena Asamoah

Es gibt eine traditionelle Arbeitsteilung, nach der die Frauen sich um die Kinder und die Ernährung kümmern – also auch um die Feldarbeit. Woher das kommt und wie Frauen heute damit umgehen – ob sie die Tradition für sich akzeptieren oder sich auflehnen und was die Männer dazu sagen, erfährt man hier. Und wenn es um die Arbeit der Frauen geht, wird natürlich immer nach dem Essen gefragt: Mit Elizabeth Abena kann man vereinbaren, dass zum Projekt auch gekocht wird.

Eignung: Klasse 4 bis 12, Erwachsene

Kind sein in Ghana – wie ist das? Elizabeth Abena erzählt über ihre Kindheit: Wann begann sie, in der Küche zu helfen und warum? Wie holt man Wasser vom Fluss oder vom Brunnen? Wieso werden Kinder in Ghana auf dem Rücken getragen und nicht im Kinderwagen gefahren? Schon früh müssen die Kinder ihren Eltern zur Hand gehen; vor allem Mädchen übernehmen viele Arbeiten ihrer Mütter. Jüngere Geschwister zu betreuen gehört zu den wichtigsten Aufgaben – denn die Kinder spielen nicht nur miteinander, sondern passen aufeinander auf. Durch Mach-mit-Aktionen lernen die Kinder das Alltagsleben ihrer Altersgefährten in Ghana kennen.

Eignung: Kindergarten und Grundschule (bis Klasse 6)

Mit den Jüngeren aus Kindergarten und Grundschule kann eine märchenhafte Reise nach Westafrika unternommen werden: Märchen aus Afrika werden erzählt und gespielt; es wird gesungen und getanzt.

Eignung: Kindergarten und Grundschule (bis Klasse 6)

In dem Workshop erfahren die Teilnehmenden viel Wissenswertes über landestypisches Essen: Welche Pflanzen gelten als Grundnahrungsmittel, wie werden sie angebaut und verarbeitet? Gemeinsam mit der Referentin kann gekocht und verkostet werden.

Eignung: Kl. 5-12, Erwachsene